Einbau eines 2. Ausgangs.

Gesagt getan, nach reiflicher Überlegung kam ich zu den Entschluss das ein 2. Ausgang nötig ist.
Ich hatte schon gewisse Vorstellungen wie das ganze Aussehen sollte. Voller Tatendrang begab ich mich in den Keller um das nötige Werkzeug zu holen. Schnell war alles gefunden Hammer und Meisel mehr brauche ich dazu nicht. (Dachte ich)

Die Mauer war ca. 20 cm dick. Darum schätzte ich das ich ungefähr 4 - 5 Stunden brauchen würde. Die ersten Schläge vielen wuchtig auf den Meisel und die Mauerteile flogen nur so durch die Gegend. Als ich aber nach 5 Minuten bemerkte das das nur kleine Mauerteile waren und die Fläche vielleicht erst 5 cm groß war begannen meine ersten Zweifel. Irgendwie hatten die doch vor 50 Jahren (so alt ist nämlich der Stall) schon ziemlich viel Zement oder andere Hartes zum darunter mischen.

Sofort änderte ich meine Taktik und stürmte in den Keller und holte mir die Flex mit einer Diamantscheibe. Ich schnitt Längs und Querrillen in die Mauer und wollte die dann mit dem Meisel heraus klopfen. Die Anstrengung war schon ziemlich groß und leider verfehlte der Hammer das eine oder andere mal den Meisel und landetet auf meiner Hand. Es war bereits eine Stunde vergangen das Loch sehr klein und die Frustration stieg.

Doch dann kam die rettende Idee. Unser Nachbar hat jede Menge Werkzeug und sicher hat er auch eine Schlagbohrmaschine. Sofort begab ich mich auf den Weg zum Nachbar, läutete ihn heraus und schilderte ihm kurz mein Vorhaben. "Des ham ma glei" waren seine Worte.

Wir marschierten in die Werkstatt und suchten die Schlagbohrmaschinen, leider hatte er nur die kleine den die große hat er schon verborgt. Doch ich war über jedes Teil froh das mir die Arbeit erleichtert. Mit einer Hilti bewaffnet setzte ich meine Arbeit fort. Jetzt ging erheblich mehr weiter.

Doch schon tauchte das nächste Hindernisse auf. Um Beton zu sparen haben sie früher einfach schöne große runde Steine in die Mauer mit eingebaut. Sicher eine kluge Idee. Aber eine Scheiße mal drei diese Steine wieder aus der Mauer zu bekommen. Die Zeit verging und schon war der Vormittag vorbei.

Nach dem Mittagessen ging ich frisch gestärkt wieder an die Arbeit. Doch irgendwie macht sich so ein leichtes ziehen in der Schulter und am ganzen restlichen Körper bemerkbar. Die ganze nächste Woche wusste ich was das war. Ein Muskelkater der sich gewaschen hat. Bewegungstechnisch war ich ziemlich eingeschränkt die ganze Woche.

Am späten Nachmittag schaffte ich dann doch noch den Durchbruch wobei es nur ein kleines Loch war. Der Muskelkater und das dämmrige Licht teilten mir mit das ich besser aufhören sollte. So vollendete ich die Arbeit einen Tag später und somit haben die Hunde nun einen 2. Ausgang und 2 getrennte Gehege.

Was macht man nicht alles wenn man auf den Hund gekommen ist.!!!!!!  

BACK